Die Bibel
oder die ganze
Heilige Schrift
Alten und Neuen Teſtaments,
nach der deutſchen Ueberſetzung
Dr. Martin Luthers.
———
Cöln 1880.
Gedruct für die britſche und auslöndiſche Bibelgeſelſchaft.
Depot in Berlin: S. W. Wilhelmſtraße Nr. 33.
Depot in Frankfurt am Main: Hochſtraße Nr. 17.
Felt l Depot in Cöln: Rubensſtraße Nr. 18.
it Il.
Par.-St.
1 Corinther 16.
Pauli
16. Auf daß auch ihr ſolchen unterthan
ſeid, und Allen, die * mitwirken und ars
beiten. ht
Die erſte Cpiſtel an die Corinther, geſandt von
8
Die andere Epiſtel St.
Das 1. Capitel.
Pauli Geduld in Verfolgung.
Paulus, ein Apoſtel Jeſu Chriſti * durch
den Willen Gottes, und Bruder Timo⸗
theus, der Gemeine Gottes zu Corinth,
ſammt allen Heiligen in ganz Ach ie, ;
1 Cor. 1.1.
2. Gnade ſei mit euch, und Friede von
Gott, unſerm Vater, und dem Herrn Jeſu
Chriſto. Röm. l, 7. 1 Cor. 1. .
3. Gelobet ſei Gott und der Vater un.
ſers Herrn Jeſu Chriſti, der Vater der Varm⸗
herzigkeit, und 7 Gott alles Troftes, .
* Eph. 1.3. 1 Petr. l. 3. f Rom. 15.5.
4. Der uns tröftet in aller unſerer Trüb⸗
jal, daß wir auch tröſten können, die da
ſind in allerlei Trübſal, mit dem Troſt,
damit wir getröſtet werden von Gott.
. Denn * gleichwie wir des Leidens
Chriſti viel haben, alſo werden wir auch
reichlich getröftet durch Ghriſtum.
20. T Pf.
. 30. t 9194,19.
6. Wir haben aber Trübſal, oder Troſt,
To * geſchiehet es euch zu gut. Iſt es
Trübſal, jo geſchiehet es euch zu Troſt
und Heil; welches Heil beweiſet ſich, ſo ihr
leidet mit Geduld, dermaßen, wie wir lei⸗
den. Iſt es Troſt, ſo geſchiehet es euch auch
zu Troſt und Heil. 6.4.15. 17.
7. Und ſtehet unſere Hoſſnung feſt für euch,
dieweil wir wiſſen, daß, wie ihr des Lei⸗
und Achaicum und Timotheum.
2 Corinther 1. Geduld |
-Nöm. 10,10. 2 Cor. 3,
21. Ich Paulus grü
Hand.
Cold, 18. 2 Xhef3,17,
22. So Jemand den Herrn Jeſum Chri⸗
ſtum nicht lieb hat, der ſei Anathema,
Maharam Motha.
23. Die Gnade des Herrn Jeſu Chriſti
ſei mit euch. Nom. 10,24.
24. Meine Liebe ſei mit euch Allen in
Chriſto Jeſu. Amen.
Poilippen, duch Stephanan und Fortunatum
N R 55 :
Pauli an die Corinther.
dens theilhaftig ſeid, ſo werdet ihr auch des
Troſtes theilhaftig ſein. 2 Theſſ. ,..
8. Denn wir wollen euch nicht verhalten,
liebe Brüder, * unſere Trübſal, die uns in
Aſien widerfahren iſt, da wir über die Maße
beſchweret waren, und über Macht, alſo,
daß wir uns auch des Lebens erwegten,
Ap. Geſch. 10,23.
9. Und bei uns beſchloſſen hatten, wir
müßten ſterben. > geſchah aber darum,
daß wir unſer Vertrauen nicht auf uns
lbſt ſtelleten, ſondern auf Gott, der die
Todten auferwecket.
10. Welcher uns von ſolchem Tode erlöſet
hat, und noch täglich erlöſet; und loſſen
auf ihn, er werde uns auch“ hinfort erlöſen,
2 Tim. 4,18.
11. Durch Hülfe eurer Fürbitte für uns;
auf daß über uns, für die Gabe, die uns
gegeben iſt, durch viele Perſonen viel
Danks geſchehe.
12. Denn unſer Ruhm iſt der, nämlich
das * Zeugniß unſers Gewiſſens, daß wir
in f Einfältigleit und göttlicher Lauterkeit,
nicht in fleiſchlicher Weisheit, ſondern in
der Gnade Gottes auf der Welt gewandelt
haben, allermeiſt aber bei euch.
Ebr. 1,18. 1 Matth. 10,16.
13. Denn wir ſchreiben euch nichts an⸗
ders, denn das ihr leſet und auch befindet.
Ich hoffe aber, ihr werdet uns auch bis
2
184
und Ruhm. 2 Corinth
is Ende alſo befinden, gleichwie i
0 bum Theil befunden hatte i
14. Denn * wir find euer Ruhm, gleich
nie auch ihr unſer Ruhm ſeid auf de
herrn Seht Tag. 42
n es den.
9 jenes nal u u kommen, auf daß
it. hermat. eine Wohlthat empfingel 5
16. Und ich durch euch in Macedonien
ifete, und wiederum aus Macedonien zu
uch käme, und von euch geleitet würde in
Juda. 5 EN
7. Habe ich aber einer Leichtfertigte
nd, da ich ſolches gedachte? Oder
0 meine Auſchläge fleiſchlich? Nicht
; ſondern bei mir iſt Ja Ja,
ai 1 Nen f Ja, und
18. Aber, o ein „treuer Gott, daß unſer
Watt an euch nicht Ja und Nein gewejen if
16or.1,
19. Denn der Sohn Gottes, Jeſus Chr
der unter euch durch uns geprediget
, durch mich und Silvanun und Tim:
baum, der war nicht Ja und Nein, fondern
6 war Ja in ihm.
20. Denn alle Gottes- Verheißungen find
9a in ihm, und find Amen in ihm, Gott
iu Lobe durch uns.
21. Gott iſt es aber, der uns * befeftiget
fammt euch in Chriſtum, und uns geſalbet,
Cor. 18. 1 Per. 5,10.
22. Und verſiegelt, und in unjere Herzen
das Pfand, den Geiſt, gegeben hat.
Nöm. S. 16. ph.. 14.
Das 2. Capitel.
Bon Aufnehmung des bußfertigen Sünders.
29. Ich rufe aber Gott an * zum Zeugen
auf meine Seele, daß ich euer verſchonet
bai in dem, daß ich nicht wieder gen
'orinth gekommen bin. Nom. l, 9.
2. Nicht, daß wir * Herren jeien über
euren Glauben, ſondern wir find Gehülfen
eurer Freude; denn ihr ſtehet im Glauben.
1 Petr. 3.
2. v. 1. Ich gedachte aber ſolches
ür, daß ich nicht abermal in Trau⸗
it zu euch käme.
Denn ſo ich euch traurig mache, wer
it, der mich fröhlich mache, ohne der da
bon mir betrübet wird?
müßte, über welche ich mich billig ſollte
euen. Sintemal ich mich deß zu euch
n verſehe, daß meine Freude euer Aller
ube ſei. 61221.
Denn ich ſchrieb euch in große
und Angſt des Herzens, mit vielen
inen; nicht daß ihr ſolltet betrübt
gedachte Alle be
3. Und dasselbe habe ich euch geichriehen, |
daß ich nicht, wenn ich käme, traurig fein | H.
r Trüb⸗
er 1. 2. J. Sünder wieder zu trösten.
werden, ſondern auf daß ihr die Ei
: b ihr die Liebe er⸗
Tenmtet, weiche ic habe fonderlich zu euch
5. So aber Jemand eine Betrübnif hat
angerichtet, der hat nicht mich betrübet,
ohne zum Theil, auf daß ich nicht euch
1 re.
e keſchwer.
Es iſt aber genug, daß derselbe von
it;
7. „Daß ihr nun infort ihm deſto me
vergebet, und huet auf unn er Me
allzu grober Traurigkeit verfinte, Gal g, 1.
8. Tarum ermahne ich euch, daß ihr
"we Liebe an ihm beweiſet. 9168 55
Inu gern darum habe ich euch auch ge:
ſchrieben, daß ich erfennte, ob ihr recht.
ſchafſen jeid, * gehorſam zu ſein in allen
Stücken. 6,18.
10. Welchem aber ihr etwas vergebet,
dem vergebe ich auch. Denn auch ich, jo
ich etwas vergebe Jemanden, das vergebe
ich um euretwilen, an Cprifli Statt;
11. Auf daß wir nicht überwortheilet wer:
den vom Satan. Ten us iſt nicht unbe⸗
wußt, was er im Sinn hat. . Luc.22.31.
12. Da ich aber gen * Troas kam, zu
predigen das Cvangelium Chriſti, und
+ mir eine Thür aufgethan war in dem,
Herrn; Ap. Geſch. 10,8. 4 Av. Geſch. 14.27.
13. Hatte ich leine Ruhe in meinem Geist,
da ich Titum, meinen Bruder, nicht fand,
ſondern ich machte meinen Abſchied mit
ihnen, und fuhr aus in Macedonien.
14. Aber Gott ſei gedankt, der uns aller
zeit Sieg gibt in Chriſto, und offenbaret
den Geruch ſeiner Erkenntniß durch uns
an allen Orten.
15. Denn wir ſind Gott ein guter Ger
ruch Chriſti, beides * unter denen, die
ſelig werden, und unter denen, die ver⸗
loren werden. 1 Cor., 18.
16. Dieſen ein Geruch des Todes zum
| Tode; Jenen aber ein Geruch des Lebens
zum Leben. Und * wer iſt hierzu Auch
| 7er
17. Denn wir find nicht, wie etlicher
Viele, die das Wort Gottes verfälſchen;
ſondern als aus Lauterkeit, und als aus
Gott, vor Gott, reden wir in Chriſto.
Das 3. Capitel.
Vertheidigung des cvengeliſcen Predigtamts.
Heben wir denn abermal an, uns ſelbſt
zu preiſen? Oder bedürfen wir, wie Ei⸗
liche, der Lobebriefe an euch, oder Lobe⸗
briefe von euch? . 6.5.12.
2. Ihr jeid unſer Brief, in unſer Herz
geschrieben, det erkannt und geleſen wird
von allen Menſchen. B 8
3. Die ihr offenbar geworden ſeid, daß ihr
Vielen alſo gestraft
185
Billiger Ruhm.
ein Brief Chriſti ſeid, durch unſer Pre
digtamt zubereitet, und durch? uns ge
schrieben, nicht mit Tinte, ſondern mit
dem Geift des lebendigen Gottes, nicht in
fteinerne Tafeln, ſondern in fleiſchern.
Tafeln des Herzens. * Jer.31,38.
4. Ein ſolches Vertrauen aber haben wir
* durch Chriſtum zu Gott. Job. 4.6.
5. Nicht, daß wir tüchtig ſind von uns
ſelber, etwas zu denken, als von uns jet:
ber, ſondern daß wir tüchtig find, ift von
tt, 6.2.16.
6. Welcher auch uns tüchtig gemacht hat,
das Amt zu führen des neuen Teſtaments;
nicht des Buchſtabens, ſondern des Geiſtes.
Denn der Buchſtabe tödtet, aber * der
Geiſt macht lebendig. * 309.0,03.
7. So aber das Amt, das durch die Vuch⸗
ſtaben tödtet und in die Steine iſt gebildet,
Klarheit hatte; alſo daß die Kinder Iſraels
nicht konnten anjehen * das Angeſicht Mofts,
um der Klarheit willen ſeines Angeſichts,
die doch aufhöret: „2 Moſ. 33.30.
F. Mie sollte nicht vielmehr das Amt, das
„den Geiſt gibt, Klarheit haben? * Gat.3,14.
9. Denn ſo das Amt, das die Verdammniß
prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das
Amt, das die Gerechtigkeit prediget, über:
ſchwängliche Klarheit. Röm. 1. 17. u. 3.21.
0. Denn auch jenes Theil, das verkläret
war, iſt nicht für Klarheit zu achten gegen
dieſer überfhtwänglichen Klarheit.
11. Denn ſo das Klarheit hatte, das da
aufhöret, vielmehr wird das Klarheit haben,
das da bleibet.
12. Dieweil wir nun ſolche Hoffnung
haben, brauchen wir * großer Freudigleit,
Eh. g, 19.
13. Und thun nicht wie Moſes, der * die
Decke vor ſein Angeſicht hing, daß die
Kinder Ifraels nicht anſehen konnten das
2 Moſ.3 . 33.35.
Ende deß, der aufhöret;
14. Sondern ihre“ Sinne find verſtockt.
Denn bis auf den heutigen Tag bleibt
dieſelbe Decke unaufgedeckt über dem alten
Teſtament, wenn ſie es leſen, welche in
Chriſto aufhöret. * 3ej.6,10.
15. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn
Moſes geleſen wird, hängt die Decke vor
ihrem Herzen.
16. Wenn es aber ſich bekehrete zu
dem Herrn, ſo würde die Decke abgethan.
x * Röm.11,23:
Denn *der Herr ift der Geift. Wo aber
ſeiſt des Herrn iſt, da iſt Freiheit.
5 Job.. 21.
iegelt ſich in
12 e ich in uns Allen
Herrn farheit mit beet in
Angefi nd wir werden verkläret in
1
2 Gorinther 3. 4.
Des Evangelii Klarheit.
dasſelbe Bild, von einer Klarheit zu der
andern, als vom Herrn, der der Geiſt iſt.
Das 4. Capitel.
Fruchtbarkeit des Goangelii in den unter dem
Kreuz ſtreitenden Gläubigen.
Darum, dieweil wir * ein ſolches Amt
haben, nachdem + uns VBarmherſigkeit wider⸗
fahren iſt, jo werden wir nicht müde;
“Rh. “ Cor.
2. Sondern meiden auch heimliche Schande,
und gehen nicht * mit Schaltheit um,
ſalſchen auch nicht Gottes Wort, ſondern
mit Offenbarung der Wahrheit; und be⸗
weiſen uns wohl gegen aller Menſchen
Gewiſſen vor Gott. 1 Theſ. 2.5.
3. Iſt nun unſer Evangelium verdeckt,
jo iſt es * in denen, die verloren werden,
verdeckt; 1 Cor. 1,18.
4. Bei welchen der Gott dieſer Welt der
Ungläubigen Sinne verblendet hat, daß
fie nicht ſehen das helle Licht des Gvangelii
von der Klarheit Chriſti, welcher iſt das
Ebenbild Gottes. br. . 3.
5. Denn wir * predigen nicht uns ſelbſt,
ſondern Jeſum Chriſtum, daß er jet der
Herr, wir aber eure Knechte um Jeſu willen.
0484,
| 6. Denn Gott, der da hieß das Uh
aus der Finſterniß hervor leuchten, der
hat einen f hellen Schein in unſere Her⸗
zen gegeben, daß (durch uns) entſtände
die Erleuchtung von der Erkenntniß der
Klarheit Gottes in dem Angeſicht Jeſu
Chriſti. „Mo. 1.3.72 Petr. J, 19.
7. Wir haben * aber ſolchen Schatz in
ſchen Gefüßen, auf daß die übers
ſchwängliche Kraft ſei Gottes, und f nicht
von uns. 605,1. H 1 Cor. 25.
8. Wir haben allenthalben * Trübſal,
aber wir ängſten uns nicht. Uns ift bange,
aber wir verzagen nicht. 4. I. 8. u. 7,5.
9. Wir leiden Verfolgung, * aber wir wer⸗
den nicht verlaſſen. Wir werden unter⸗
drückt, aber wir kommen nicht um;
| . 7, 24738.
10. Und * tragen um allezeit das Sterben
des Herrn Jeſu an unſerm Leibe, auf daß
auch das Leben des Herrn Jeſu an unſerm
Leibe offenbar werde. „Röm. 8, 17.
11. Denn wir, die wir leben, werden im⸗
merdar in * den Tod gegeben um Jeſu
willen, auf daß auch das Leben Jeſu offen⸗
bar werde an unſerm ſterblichen Fleiſch.
9.4423.
12. Darum jo iſt nun der Tod mächtig
in uns, aber das Leben in euch. *1 Cor. 4,
13. Dieweil wir aber denſelben G.
des Glaubens haben (nachdem geſchrieben
ſtehet: Ich glaube, darum rede ich,
86
n Herrn“
uns auch auf:
und wird uns das
ich preiſe.
4h. Darum werden wir nie
bare, ſondern auf das Unſichlbare. Denn
uns ſichtbar iſt, das iſt zeitlich; was aber
mſichtbar iſt, das iſt ewig. dm. 24.25.
Das 5. Capitel.
der Gläubigen wider allerlei Trütjal. Kraft
zu des Gvangelii. 8
Ur willen aber, fo unfer iroiſhes Haus +
diefer Hütte zerbrochen wird, daß wir einen |
Bau haben von Gott erbauet, f ein Haus
nicht mit Händen gemacht, das ewig iſt, im
immel. Hiob 4.19. 2 Petr. 1,13. 14. 1 Joh. 14,2.
2. Und Über demſelben ' ſehnen wir uns
auch nach unſerer Behauſung, die vom
dimmel iſt, und uns verlanget, daß wir
damit überkleidet werden;
3. So doch, wo wir bekleidet, und nicht
blos erfunden werden.
4. Denn dieweil wir in der Hütte find,
ſchnen wir uns, und find beſchweret; fi
nal wir wollten lieber nicht entkleidet,
sondern * Überkleidet werden, auf daß das
Sterbliche würde verſchlungen von dem
Leben. „ Cor. 18,58.
5. Der uns aber zu demſelben bereitet, das
if Gott, der uns das * Pfand, den Geiſt,
gegeben hat. c. 1,22. Röm. 8, 10.2. Eh. 1.13.14.
6. Wir ſind aber getroſt allzeit, und
viſſen, daß, dieweil wir im Leibe wohnen,
ſo wallen wir dem Herrn.
nicht im Schauen.
Wir find aber getroſt, und * haben viel⸗
Luſt außer dem Leibe zu wallen, und
Phil.. 23.
daheim, oder * wallen, daß wir ihm
gefallen. N. 30, 13.
Denn wir müſſen Alle offenbar wer⸗
vor dem Richterſtuhl Chriſti, auf daß
Jeglicher empfange, nachdem er gehan⸗
= ſondern euch eine
„ alſo; ſintemal
Nom., 23.
7, Denn wir wandeln im Glauben, und
187
Neue Greatur.
delt hat bei Leibes Leben. es ſei gut oder
böſe. ap. Gg. Nom. 2.5. u. 14,10,
11. Diewei
weil wir denn willen, * daß der
Herr zu fürchten iſt, fahren wic schön mit
den Leuten, aber Gott find wir oſßendar.
Ig Hoffe aber, daß wir auch in curen Ger
wiſſen oſſenbar find, 0b 1.24.
12. Daß wir uns nicht abermal loben,
Urſach geben zu rühmen
auf daß ihr habet zu rühmen
die, ſo ſich nach dem Anſehen rüh⸗
u, und nicht nach dem Herzen. 6.
Denn thun wir * zu vicl, fo thun
ir es Gott; find wir mäßig, jo jind wir
euch mäßig. "13.16.17,
14. Denn die Liebe CHrifti dringet uns
wir halten, daß, ſo Einer
geſtorben it, jo find fie Alle
Gbr,
* für Mile
geſtorben.
6418. Und er ift darum für - Alle geftor:
ben, f auf daß die, jo da leben, hinfort
nicht ihnen ſelbſt leben, ſondern dem, der
für fie geftorben und auferſtanden iſt.
m2. f mem. 14.
16. Darum von nun an kennen wir Ni
mand nach dem Fleisch; und ob wir auch
Chriſum gelannt haben nach dem Jleiſc,
jo kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr.
17. Darum, * iſt Jemand in Christo, jo
iſt er eine neue Creatur; f das Alte iſt ver⸗
gangen, ſiehe, es iſt Alles neu geworden.
„Röm 9.10. 4 Jef. 1,10. Cffenb.21,5.
18. Aber das Alles von Gott, der? uns
mit ihm ſelber verſöhnet hat durch Jeſum
Chriſtum, und das Amt gegeben, das die
Verſöhnung prediget. Röm. 5, 10.
19. Denn * Gott war in Chriſto, und
verſöhnte die Welt mit ihm ſelber, und
rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu, und
hat unter uns aufgerichtet das Wort von
der Verſöhnung. * Rom.3,24.25.
20. So find wir nun Botſchafter an
Chriſti Statt, denn Gott vermahnet
durch uns; ſo bitten wir nun an Chriſti
Statt: Laſſet euch verſöhnen mit Gott.
Jes 82 .
21. Denn er hat den, der von keiner
Sünde wußte, für uns zur + Sünde ger
macht, auf daß wir würden * in ihm die
Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
* 1 Petr 2.22. + Gal. 3,18.“ Gol. , 14. Gh. 1.0. .
Phils v.
Das 6. Capitel.
Bermahmung zu wies he Anwendung, der Onade
jotted.
Wir * ermahnen aber euch, als + Mit⸗
helfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade
Gottes empfanget. 6520.5 1 Cor 3s.
2. Denn er ſpricht: Ich habe dich in der
63
Diener Gottes.
angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am!
Tage des Heils geholfen. Schet, f. jegt iſt
die angenehme Zeit, jetzt iſt der Tag des
ils. Jes. 49,8. f Luc. 4, 19.21.
3. Laſſet uns aber Niemand irgend ein
Aergerniß geben, auf daß unſer Amt nicht
verläftert werde. |
4. Sondern in allen Dingen * laſſet uns
beweiſen als die Diener Gottes, in großer
Geduld, in Trübſalen, in Nöthen, i
Aengſten, 8
5. In * Schlägen, in Gefängniſſen, ü
Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, ü
"an,
aften, 2
6. In * Keuſchheit, in Erkeuntniß, in Lange
muth, in Freundlichkeit, in dem heiligen
Geiſt, in ungefärbter Liebe. 1 Tim. 4,
7. In dem Wort der Wahrheit, in der
„Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtig⸗
keit, zur Rechten und zur Linken; 1 Goc
8. Durch Ehre und Schande, durch böj
Gerüchte und gute Gerüchte; als die Ver
führer, und doch wahrhaftig;
9. Als die Unbekannten, und doch bekannt;
als die Sterbenden, und ſiehe, wir leben;
als die Gezüchtigten, und doch nicht er⸗
tödtet ; "ch 10.11.
10. Als die Traurigen, aber allezeit fröh⸗
lich; als die Armen, aber die doch Viele
reich machen; als die nichts inne haben,
und doch Alles haben.
II. O ihr Corinther, unſer Mund hat ſich
zu euch aufgethan, unſer Herz iſt getroſt.
12. Unſerthalben dürft ihr euch nicht
ängſten. Daß ihr euch aber ängſtet, das
thut ihr aus herzlicher Meinung.
13. Ich rede mit euch, als mit meinen
Kindern, daß ihr euch auch alſo gegen mich
ſtellet, und ſeid auch getroſt. 1 Cor..
14. * Ziehet nicht am fremden Joch mit
den Ungläubigen. Denn f was hat die Ge⸗
rechtigleit für Genieß mit der Ungerechtigkeit?
Was hat das Licht für Gemeinſchaft mit
der Finſterniß? 5 Moſ. 7.2. T Eph. 5, I.
15. Wie ſtimmet Chriſtus mit Belial?
Oder was für ein Theil hat der Gläubige
mit dem Ungläubigen?
16. Was hat der Tempel Gottes für eine
Gleiche mit den Götzen? Ihr „aber ſeid
der Tempel des lebendigen Gottes; wie
denn Gott f ſpricht: Ich will in ihnen
wohnen, und in ihnen wandeln, und will
ihr Gott ſein, und ſie ſollen mein Volk
ſein. 1 Cor. 3,16. 7 3 Moſ. 26,12.
17. Darum gehet aus von ihnen, und
ſondert euch ab, ſpricht der Herr, und rül
ret kein Unreines an, fo will ich euch ar
nehmen, Jeſ.48, 20. u. 52,11. Offenb. 18.
18. Und * euer Vater jein, und ihr jollt |
2 Corinther 6. 7.
Göttliche Traurigkeit.
meine Söhne und Töchter ſein, ſpricht der
allmächtige Herr. Fer. 31, 1.9.33. 9 Bes.
Das 7. Capitel.
Ermahnung zur Heiligung.
Dieweil wir nun ſolche Verheißung haben,
meine Liebſten, jo laſſet uns von aller Ber
ſleckung des Fleiſches und des Geiſtes uns
reinigen, und fortfahren mit der Heiligung
n der Furcht Gottes.
2. Faſſet uns; wir Haben * Niemand Leid
zethan, wir haben Niemand verletzt, wir
haben Niemand vervortheilet.
1e, l. Ap. Geſch. 20, n.
3. Nicht ſage ich ſolches, euch zu verdam⸗
men; denn ich habe droben zuvor geſagt,
daß ihr in * unſern Herzen ſeid, mit zu
ſterben und mit zu leben. 6.6, 11.12.18.
4. Ich rede mit großer Freudigleit zu euch,
ich rühme viel von euch, ich bin erfüllet mit
roſt, ich bin überſchwänglich in Freuden,
in aller unſerer Trübſal. Phyilem. v. 8.
5. Denn da wir in Macedonien kamen,
hatte unſer Fleiſch keine Ruhe; ſondern
allenthalben waren wir in Trübſal, aus⸗
wendig Streit, inwendig Furcht.
6. Aber Gott, der die Geringen tröſtet, der
tröſtete uns durch die Zukunft Titi. 5.3.4.
7. Nicht allein aber durch ſeine Zukunft;
ſondern auch durch den Troſt, damit er ge⸗
tröſtet war an euch, und verkündigte uns
euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer
um mich, alſo, daß ich mich noch mehr
freuete.
8. Denn daß * ich euch durch den Brief
habe traurig gemacht, reuet mich nicht.
Und ob es mich reucte, jo ich aber ſehe,
daß der Brief vielleicht eine Weile euch ber
trübe . 24.
9. So ich mich doch nun, nicht dar⸗
über, daß ihr jeid betrübt worden, ſondern
daß ihr ſeid betrübt worden zur Reue.
Denn ihr ſeid göttlich betrübt worden, daß
ihr von uns ja keinen Schaden irgend
worinnen nehmet.
10. Denn die göttliche Traurigkeit wirket
zur Seligkeit eine Reue, die Niemand ge⸗
reuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket
den Tod.
11. Siehe, dasſelbe, daß ihr göttlich ſeid
betrübt worden, welchen Fleiß hat es in
euch gewirket, dazu Verantwortung, Zorn,
Furcht, Verlangen, Eifer, Rache? Ihr habt
euch bewieſen in allen Stücken, daß ihr
rein ſeid an der That.
12. Darum, ob ich euch geſchrieben habe,
jo iſt es doch nicht geſchehen um deß wil⸗
len, der beleidiget hat, auch nicht um ve
willen, der beleidiget iſt, ſondern um d
188
Freiwillige Steuer
illen, daß euer Fleiß gegen uns off
de a var Su ee
13. Derhalben find wir geiröftet
daß ihr getröſtet seid. boerse wolter;
aber haben wir uns n.
über der Freude Titi;
erquicket an euch Allen.
14. Denn was ich vor i
met habe, bin ich nicht
den; beach een bah
ich mit euch geredet habe, alſo ift auch un
in Mahn Bet Tir wahr gal eh un
15. Mid er iſt überaus herzlich wohl an
euch, wenn er gedenfet an euer Aller“ Ge⸗
ſorſam, wie er ihn mit Furcht und Zittern
Fr aufgenommen. 62.9.
16. Ich freue mich, daß ich mich zu euch
Alles verſehen darf.
Das 8. Capitel. |
‚germahnung dur milden Steuer für die Yemen. |
70 tue euch kund, liebe Vrüder, vie
Inade Gottes, die in den Gemeinen in
Macedonien gegeben iſt. * Röm.15,26.
2. Denn ihre Freude war da überſchwäng⸗
lich, da fie durch viele Trübſal bewähret
wurden. Und wiewohl ſie ſehr arm waren,
|
Ueberſchwaänglicher
och mehr gefreuet
denn ſein Geiſt iſt
hm von euch gerüh⸗
zu Schanden 2215
Alles wahr iſt, das
ginn fie doch reichlich gegeben in aller
infältigleit.
3. Denn nach allem Vermögen (das zeuge
ic) und über Vermögen waren fie ſelbſt
willig. ?
4. Und fleheten uns mit vielem Ermahnen,
daß wir * aufnähmen die Wohlthat und
Hemeinſchaft der Handreichung, die da
ſchiehet den, Heiligen. 7.9.1. Ap. Gesch.
5, Und nicht, wie wir hoſſten; ſondern er⸗
gaben ſich ſelbſt zuerſt dem Herrn, und
darnach uns, durch den Willen Gottes,
6. Daß wir mußten Titum ermahnen, auf
daß er, wie er zuvor hatte angefangen, alſo
auch unter euch ſolche Wohlthat ausrichtete.
7. Aber gleichwie ihr in allen Stücken
zeid) ſeid, im Glauben, und im Wort, und
in der Erkenntniß, und in allerlei $
und in eurer Liebe zu uns; alſo jchaffet, daß
ihr auch in dieſer Wohlthat reich ſeid.
8. Nicht ſage ich, daß ich etwas gebiete,
ſondern dieweil Andere jo fleißig find, ver⸗
uche ich auch eure Liebe, ob fie rechter
irt ſei.
|
9. Denn ihr wiſſet die Gnade unſers Herrn
Jeſu Chriſti, daß, ob er wohl reich iſt,
ward er doch arm um euretwillen, auf daß
yr durch ſeine Armuth reich würdet.
Sach. 9.9. Matth. 8.20. Luc. 9.58.
0. Und mein Wohlmeinen hierinnen
ebe ich. Denn ſolches iſt euch nützlich, die
5 angefangen habt vor dem Jahr her,
18:
2 Corinther 7. 8. 9.
Woll
daß die Ande
malte Hatte nicht ch
für die Armen;
* das Thun, ſondern auch das
ol
11. Nun aber volfbrin
auf daß, gleickwie da
müth * zu wollen, ſo
neigtes Gemüth zu
habt.
12. Denn jo Einer *
genehm, nachdem er
r nicht hal.
13. Nicht
nicht
inget auch das Thun,
it ein mee Ge
jet auch da ein ges
thun, von dem, das ihr
8 bil 2,13.
willig iſt, jo ist er
hat, nicht nachdem
u * Spr.3,28, Marc.12,43,
geſchiehet das der Meinung,
in Ruhe haben, und ihr Tru
es gleich ſei.
e euer Ucberttuh ihrem Dans
heure) Zeit lang, auf daß su
ib hernach diene eurem Mangel,
e, das glei
geſchrieben
a
€
ſolj jondern daß
14. So dien.
gel, dieje (th
Sr er
und geiche
15. W
1 it, 6,12.
ſtehet: Der viel jan
erfluß; und der wenig
Mangel. *2 Mob. 1,18.
aber ſei Tank, der ſolchen Fleiß
eben hat in das Herz Titi.
4.9.15. J Cor.,
17. Denn er nahm zwar die Ermahnunz
anz aber dieweil er jo ſehr fleißig war, il
er don ihm jelber zu euch gereiict,
„18. Wir haben aber einen Bruder mit
ihm geſandt, der das Lob hat am Evangelio
durch alle Gemeinen.
19. Nicht allein aber das, ſondern er iſt
auch verordnet von den Gemeinen zu un⸗
ſerm Gefährten in dieſer Wohlthat, welche
durch uns ausgerichtet wird dem Herrn
zu Ehren, und (zum Preis) eures guten
Willens. * 6al.2,10.
20. Und verhüten das, daß uns nicht Je⸗
mand übel nachreden möge, ſolcher reichen
Steuer halben, rie durch uns ausgerichtet
wird;
21. Und ſehen darauf, daß es redlich zu⸗
gehe, nicht allein vor dem Herrn, ſondern
ſammelte, hatte nicht
16. Gott“
an euch geg
auch vor den Menſchen.
22. Auch haben wir mit ihnen geſandt
nern Bruder, den wir oft geſpüret haben,
in vielen Stücken, daß er fleißig ſei, nun
aber viel fleißiger.
23. Und wir ſind großer Zuverſicht zu
euch, es jei * Titus halben, welcher mein
Geſelle und Gehülfe unter euch iſt; oder
unferer Bruder halben, welche + Apostel
ſind der Gemeinen, und eine Ehre Chriſti.
* 7,13. u. 12,18. f Röm. 16,7.
24. Erzeiget nun die Beweiſung eurer
Liebe und! unſers Ruhms von euch, an
dieſen, auch öffentlich vor den Gemeinen.
“en.
Das 9. Capitel.
Urfacsen, die teuer Halb und richig zu Beförbern.
Denn von ſolcher Steuer, die den Heili⸗
9 2
derſelben göttliche Belohnung. 2 Corinther 9. 10. Warnung vor falſchen Apoſteln.
Kr * 8.1.20.
davon ich rühme bei denen aus Mace⸗
donien [und ſage]: Achaja iſt vor dem Jahr
bereit geweſen. Und euer Exempel hat
Viele gereizet. 68,19.
3. Ich habe aber dieſe Brüder darum
geſandt, daß nicht unſer Ruhm von euch
zu nichte würde in dem Stück; und daß
ihr bereit ſeid, gleichwie ich von euch geſagt
jabe: .
4. Auf daß nicht, jo die aus Macedonien
mit mir kämen und euch unbereitet fänden,
wir (will nicht jagen ihr) zu Schanden
würden mit ſolchem Rühmen.
5. Ich habe es aber für nöthig angeſehen, fi
die Brüder zu ermahnen, daß ſie voran
zögen zu euch, zu verfertigen dieſen zuve
verheißenen Segen, daß er berei ſei, alſo,
daß es ſei ein Segen, und nicht ein Geiz.
6. Ich meine aber das: * Wer da kärg⸗
lich ſäet, der wird auch kärglich ernten;
und wer da ſäet im Segen, der wird auch
ernten im Segen. . “Ep
7. Ein Jeglicher nach feiner Wil
nicht mit Unwillen, oder aus Zwang; denn
* einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
22 Moſ.25 2
8. Goit aber kann machen, daß allerle
Gnade unter euch reichlich 00h daß ihr in
allen Dingen volle Gnüge
ſeid zu allerlei guten Werken.
9. Wie geſchrieben ſtehet: Er hat aus⸗
ſeſtreuet und gegeben den Armen; feine
Öerestigteit bleibet in Ewigkeit.
P. 11299. Spr. 11.23.
10. Der aber * Samen reicht dem Sae⸗
mann, der wird je auch das Brod reichen zur
Speiſe, und wird vermehren euren Samen,
und wachſen laſſen das + Gewächs eurer
Gerechtigkeit; + eſ. 55.10. + Hoſ. 10,12.
11. Daß ihr reich ſeid in allen Dingen,
mit aller Ginfältigfeit, welche wirfet * durch
uns Danffagung Gotte. . l. II. u. 4.15.
12. Denn die Handreichung dieſer Ste
erfüllet nicht allein den Mangel der
gen, ſondern iſt auch“ überſchwänglich dar⸗
innen, daß Viele Gott danken für dieſen
uneen treuen Dienft, *
13. Und preiſen Gott über eurem unt
thänigen Bekenntniß des Evangelii Chriſti,
und über eurer einfältigen Steuer an ſie
Hu
. Und über ihrem Gebet für euch, wel,
verlanget nach euch, um der ubestzwang⸗
lichen Gnade Gottes willen in euch.
5. Gott aber ſei Dank für feine unaus⸗
ſprechliche Gabe.
Bin dhe ehen iſt mir nicht noth euch zu
eil .
Denn ich weiß euren guten Willen, Ich
abet, und reich
Das 10. Capitel.
Warnung vor Verführung der falſchen Apofief,
aber, Paulus, a euch, durch di.
* Sanftmüthigfeit und Lindigfeit Chriſti,
der ich gegenwärtig unter euch gering bin,
im Abweſen aber bin ich thürſtig gegen euch,
x m.
2. 3:4 Site aber, daß mir nicht nech a,
gegenwärtig thürſtig zu handeln, und der
Kühnheit zu gebrauchen, die man mir zu⸗
miſſet, gegen Etliche, die uns ſchätzen, als.
wandelten wir fleiſchlicer Weiſe
| 3. Denn ob wir wohl im Fleiſch wan⸗
jo * ftxeiten wir doch nicht fleiſchlicher
1 Tim J. 18.
* Waffen unſexer Niit ſchaft
chlich, ſondern mächtig vor
ren die Befeſtigungen;
8 8 ph. 9,13.
5. Damit wir verftören die Anſchläge und
alle Höhe, die ſich erhebet wider das Er⸗
tenntniß Gottes, und nehmen gefangen alle
Vernunft unter den Gehorſam Chriſti;
6. Und find bereit“ zu rächen allen Un⸗
„ gehorſam, wenn euer Gehorſam erfüllet iſt.
„Ap.
7. Richtet ihr nach dem Anſehen? Verlüßt
Jemand darauf, daß er Chriſto ange⸗
re, der denke ſolches auch wiederum bei
ihm, daß, gleichwie er Chriſto angehöret,
alſo gehören wir auch Chriſto an.
8. Und jo ich auch etwas weiter mich '
rühmte von f unſerer Gewalt, welche uns:
der Herr gegeben hat, euch zu beſſern, und
nicht zu verderben, wollte ich nicht zu
Schanden werden. . 12,0. 4 1 Cor 8, g. 4.5.
9. (Das ſage ich aber,] daß ihr nicht euch
dünken laſſet, als hätte ich euch wollen
schrecken mit“ Briefen. 1 Cor 5,9. Ju.
10. Denn die Briefe (ſprechen fie) find ſchwer
und ſtark, aber die Gegenwärtigkeit des Lei⸗
bes iſt ſchwach, und die Rede verächtlich.
11. Wer ein ſolcher iſt, der denke, daß, wie:
wir ſind mit Worten in den Briefen im Ab⸗
weſen, jo dürfen wir auch wohl ſein mit der
That * gegenwärtig. * c.12,20. u. 1, 2.10.
12. Denn wir * dürfen uns nicht unter
die rechnen oder zählen, jo ſich ſelbſt loben;
aber dieweil fie ſich bei ſich ſelbſt meſſen.
1 Cor. 5.3.4.5.
-und halten allein von ſich ſelbſt, verftchen:
fie nichts. 4.3.1. U. 5,12.
13. Wir aber rühmen uns nicht über das.
Ziel, fondern nur nach“ dem Ziel der Regel,
damit uns Gott abgemeſſen hat das Ziel,
zu gelangen auch bis an euch. Röm. 12,3.
14. Denn wir fahren nicht zu weit, als
hätten wir nicht gelanget bis an euch; denn
wir find ja auch bis zu euch gekommen mit
dem Evangelio Chriſti.
e 190
Eitier Ruhm
15. Und rühmen uns nich
in fremder Arbeit, und
wenn nun euer Glaube i
daß wir, unferer Regel n.
t Über das Ziel
Haben Hoffnung,
in euch gewachſen,
ach, wollen weiter
2 Cocinther 10. 11.
der falſchen Apoſtel.
mir iſt, ſo ſoll mir dieſer Ruhm in den
Ländern Achajas nicht geſtopfet werden.
Warum das? Daß i
ſollte fi ch euch nicht
ſoltee lieb haben? Gott weiß er. 2
mmen. „ Nöm. 15.2 5 ßes 411.12. a.
am nd das Gvangefium auf en 12. Was ich aber thue, und thun wi
denen, die jenſeit euch wohnen,
nicht rühmen in dem, das mit
Regel bereitet ft.
und uns
fremder
Das 11. Capitel.
Gefahr in Pflan⸗
e.
Yauli ausgeftandene Arbeit und
dung der Gemein,
17. Wer * fi) aber vi
ch des Herrn. * 22.
18. Denn darum ift Ein
daß er ſich ſelbſt lobet, ſon
rr lobet.
Cap. 11. v. 1. Wollte Gott,
mir ein wenig Thorheit zu gut; doch ihr
haltet mir es wohl zu gut.
2. Denn ich eifere über ei
lichem Eifer. Denn ich habe euch vertrauet
Einem Manne, daß ich eine reine * Jung⸗
frau Chriſto zubrächte.
ke
3. Ich fürchte aber,
Schlange Evam verfiül
heit, alſo auch 5
den von der Einfältigkeit in Chriſto.
*1103,4.13.
4. Denn fo, der da zu euch kommt, einen
andern Jeſum predigte, den wir nicht ge⸗
ef, 13 Ch. 28
daß nicht, wie * die
ihrte mit ihrer Schalt:
mediget haben; oder ihr einen andern Geift .
empfinget, den ihr nicht empfangen habt;
oder ein * anderes Evangelium, das ihr
nicht angenommen habt; fo vertrüget ihr
es billig. Gal. 1.8.0.
5. Denn ich! achte, ich ſei nicht weniger,
denn die hohen Apoftel find.
12 l. 1 Cor 98.10 6412,69.
6. Und ob ich * albern bin mit Reden,
jo bin ich doch nicht albern in dem Er⸗
mtniß. Doch ich bin bei euch allenthalben
wohl bekannt. 1 Cor. 2. 1.2.18. Eh. 3.4.
7. Oder habe ich gejündiget, daß ich mich
erniedriget habe, auf daß ihr erhöhet wür⸗
det? Denn ich habe euch das Evangelium
umſonſt verkündiget; 1 Cor. 9.12.18.
: Und habe andere Gemeinen beraubet
und Sold bon ihnen genommen, daß ich
euch predigte.
9. Und da ich bei euch war gegenwärtig,
und Mangel hatte, war ich Niemand * be⸗
rlich (denn meinen Mangel erſtatteten
Brüder, die aus Macedonien kamen);
und habe mich in allen Stücken euch un⸗
beſchwerlich gehalten, und will auch noch
mich alſo halten. 2.18.
10. & ih die Wahrheit Chriſti in
„ ihr hielte
uch mit gött⸗
eure Sinne verrücket ter: |
ihue ich darum, daß
nue denen, die
men möchte
an . ich die Urſach
ie Urſach ſuchen, daß fie
bote f ale 2 2 bie ler
5 * solche ſalſche Apostel und
anche Arbeiter verſtellen ſich zu Christi
teln.
| abge:
rüh
1.1
ü
p.
ich mich auch ein
17. W.
als im
dieweil
1048. u. 12.0.
19. Denn ihr vertraget gerne die Narren,
dieweil * ihr klug ſeid. Cor., 10.
20. Ihr vertraget, ſo euch Jemand zu
knechten macht, jo euch Jemand ſchindet,
jo euch Jemand nimmt, jo euch Jemand
trost, jo euch Jemand in das Angeſicht
ſtreichet.
21. Das ſage ich nach der Unehre, als
wären wir ſchwach geworden. Worauf nun
Jemand kuhn iſt, lich rede in Thorheit)
darauf bin ich auch kühn. x
22. Sie find Ebräer, ich auch. Sie find
Vraeliter, ich auch. Sie find Abrahams
Same, ich auch. an
. Sie find Diener Chriſti, (ich rede thör⸗
lich) ich bin wohl mehr.? Ich habe mehr
gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten,
ich bin öfters gefangen, oft in Todesnöthen
geweſen. Cor. 18,10.
24. Von den Juden habe ich fünfmal em⸗
pfangen vierzig Streiche weniger eins.
75 Moi 25,3.
25. Ich bin * dreimal geſtäupet, + ein⸗
mal geſteiniget, dreimal habe ich Schiff⸗
bruch erlitten, Tag und 3 5 habe ich zu⸗
e.
ji
gebracht in der Tiefe (des Meers):
* 28 3 22
26. be oft gereiſet; ich Ge⸗
fahr Fr zu aller, in Gefahr unter
den Mördern, in Gefahr unter den Juden,
in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in
191
pauli Offenbarung
den Städten, in Gefahr in der Wüſte, in
Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter
den falſchen Brüdern Av Gesc 2e
27. In Mühe und * Arbeit, in
Wachen, in Hunger und Durſt, in vie
Faſten, in Froſt und Blöße; es.
28. Ohne was ſich ſonſt zuträgt, nämlich,
daß ich täglich werde angelaufen und * trage
Sorge für alle Gemeinen. Ap. Gesch eo,
29. Wer it ſchwach, und ich werde nicht
nicht? .
0. So ich mich je rühmen foll, will
mich meiner Schwachheit rühmen. *«1
31. Gott und der Vater unſers
Jeſu Chriſti, welcher jei gelobet in
keit, weiß, daß ich nicht lüge. Röm.!
33. Zu Damascus, der Landyfleger des
Königs Areta verwahrete die Stadt der
Damaster, und wollte mich greifen;
Ap. Geſch.g,
33. Und ich ward ' in einem Korbe zum
Fenſter aus durch die Mauer niedergelaſſen,
und entrann aus ſeinen Händen.
Jo 2.15. Ap. Geſch . 25.
Das 12. Capitel.
Pauli Ruhm und Offenbarung, ſeiner Oiderwär⸗
tigen Ehrgeiz entgegen geicht.
Es iſt mir ja das Rühmen nichts nütze,
doch will ich lommen auf die Geſichte und
Offenbarungen des Herrn.
2. Ich kenne einen Menſchen in Chrifto,
vor 15 Jahren liſt er in dem Leibe
geweſen, ſo weiß ich es nicht; oder iſt er
außer dem Leibe geweſen, ſo weiß ich es
auch nicht; Gott weiß es); derſelbe ward
entzückt bis in den dritten Himmel.
3. Und ich kenne denſelben Menſchen, (ob
er in dem Leibe, oder außer dem Leibe ge⸗
weſen iſt, weiß ich nicht; * Gott weiß es.)
e. 11,11.
4. Er ward entzückt in das Paradies,
und hörte unausſprechliche Worte, welche
kein Menſch ſagen kann.
5. Davon will ich mich rühmen, von mir
ſelbſt aber will ich mich nichts rühmen,
ohne meiner Schwachheit. e. 11.30.
6. Und * fo ich mich rühmen wollte, thäte
ich darum nicht thörlich; denn ich wollte
die Wahrheit ſagen. Ich enthalte mich aber
deß, auf daß nicht Jemand mich höher achte,
denn er an mir ſiehet, oder von mir höret.
7. Und auf dab i mic 15 5 ee
5 auf da mich nicht der hol
Offenbarung überhebe, iſt mir gegeben 950
Pfahl ins Fleiſch, nämlich des Satans
Engel, der mich? mit Fäuſten ſchlage, auf
daß ich mich nicht überhebe. *Hi062,8.
2 Corinther 11. 12.
schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne
t? 59
i
„werden; ſintemal ich + mi
.| unter euch gehtchen, mit aller Ochul,
und Amt.
8. Dafür ich dreimal dem Herrn
end e non mir wich n Beet
9. Und er hat zu mir geſagt: Laß di
meiner Gnade genügen, denn meine Malt
i in den Schwachen mächtig. Darum wit
ae f daß die ran c meiner
Schwachheit, auf daß die Kraft Chriſti bei.
| mir wohne, N ehr bed
10. Darum bin ich gutes Muths i
ſchwachheiten, in Schmachen, in Nahen
in Verfalgungen, in elengſten, um Christi
willen. Denn wenn ich ſchwach bin, ſo bin
ich far, ä
11. in * ein Narr geworde 2
dem Rühmen; dazu Habt ahr nig be
zwungen. Denn ich ſollte von euch gelobet
; chts weniger bi,
denn die hohen Apoſtel ſind; wiewohl ich
nichts bin. . 11. 1.6. Te...
12. Denn es find ja eines Apoſtels Zeichen
t mit
Zeichen und mit Wundern, und mit Tha
13. Welches iſt es, darinnen ihr nn
jeid, denn die andern Gemeinen; ohne daß
ich ſelbſt euch nicht habe“ beſchweret? Ver⸗
gebet mir dieſe Sünde. Cor. 9,12.
| 14. Siehe, ich bin * bereit, zum dritten
Mal zu euch zu kommen, und will euch
nicht beſchweren; denn ich ſuche nicht das.
Eure, ſondern euch. Denn es ſollen nicht
die Kinder den Eltern Schäte ſammeln,
jondern die Eltern den Kindern. 131.
15. Ich aber will faſt gerne darlegen,
und * dargelegt werden für eure Seelen ;,
wiewohl ich euch faſt ſehr liebe, und doch.
wenig geliebt werde. e. l, d.
16. Aber laß alſo fein, daß ich euch“
nicht habe beſchweret; ſondern, dieweil ich
tückiſch war, habe ich euch mit Hinterliſt
gefangen? c. 11,9. 2 Theſſ. g, 8.
17. Habe ich aber auch Jemand übervor⸗
theilet durch deren Etliche, die ich zu euch
geſandt habe?
18. Ich habe * Titum ermahnet, und mit
ihm geſandt einen Bruder. Hat euch auch
Titus übewortheilet? Haben wir nicht in
Einem Geiſt gewandelt? Sind wir nicht in
einerlei Fußſtapfen gegangen? *c.8,6.16.18.
19. Laßt ihr euch abermal dünken, wir
verantworten uns? Wir reden in Chriſto
vor Gott; aber das Alles geſchiehet, meine
Liebſten, euch zur Beſſerung.
20. Denn ich fürchte, wenn * ich komme,
daß ich euch nicht finde, wie ich will, und
ihr mich auch nicht findet, wie ihr wollet;
daß nicht Hader, Neid, Zorn, Zank, After⸗
reden, Ohrenblaſen, f Aufblähen, Aufruhr
i 4.10 2. T 1 Got. %
da ſei;
21. Daß ich nicht abermal lomme, und
192
Pauli 2 Corinther 12. 13. Galater 1.
wid, mei Gott bemüliine ei, ec, un g d hof 1 8
müſſe Leid tragen über Viele, pi i je aber, ihr erkennet, daß wi
gellndiget, und nicht Vaße gethan. laben 7 J ble fin. b wir
für die Mureinigtei und Yurerei, und Uldels h 155 ac Gott, hab, ihr nichte
Ing, Ws be gtihen Haben, cache ern oc) a Dir dg
„ jondern auf daß ihr das
Das 13. Gapitel, bean. thut, und wir wie die Untüchligen
3 15 nn n „. Denn wir konnen nichts wider di
'omme ich zum dritten Mal zu euch, i W. i nichts wider die
„in zweien oder dreier Senger a wi Ionen für die Wahrheit.
bestehen allerlei Sache. obs. z. schwach find, und ihr aber, wenn wir
2, 306 habe a euch zuvor gefanl, und dasselbe winichen mic aug Sala, un
bade e on wand ih chen n zum; Bollleumenbet a i nie
andern Mal, und ſchreibe es nun im Abwe⸗ 10. Derhalben i ſolches
fen denen, die zuvor gefündiget haben, und ſchreibe Leas aß 75 been da wee
den Andern alen, wenn ich abermal komme, wärtig bin, Schärfe br a aße nan
fo will ich nicht ſchonen. der fach Bach m des mühe, nach
3. Sintemal ihr ſuchet, daß ihr einmal und nich zu verderben, gegeben nu 0Nern
wahr werdet deß, der in mir redet, 8
unn unter cut) mict | 11. Bulct, Tebe Beier, * Araccl
ſhwach iſt, jondern iſt mächtig unter euch. | Teid vollfommen, tröftet euch, habt einerlei
4, Und ob er wohl gefreuziget iſt“ in der Sinn, ſeid friebfam; fo wird Gott der
Schwachheit, jo lebet er doch in der Kraft Liebe und f des Friedens mit euch fein.
Bit, Und wir d. 00 ſchwach find in BR * P6iL4,4.+ Nöm.15.30,
ihm, e ir doch mit ihm in de 2. Gruß i mi
daft ottes unter euch 1 er bet euch unter einander mit
Pitaz.s, dem heiligen Kuß. Es gruß
5. Verfuchet euch felbit, ob ihr im Glauben Heiligen. i ee
ed,“ prilfet euch ſelbſt. Oder erkennet ihr 13. Die Gnade unſers Herrn Jeſu Chril
euch ſelbſt nicht, daß 1 Jeſus Chriſtus in und die Liebe Gottes, und die Gemein.
ach ft? Es fei Den, daß ihr untüchtig Ti. ſchaft des heiligen Geiftes, fi mi
dl dn. f ada. 8020160 k Alen: Ame. iu Le n u
die andere Eviſtel an die Corinther, geſandt von Phillppen in Macedı
onien, durch Titum und Lutam.
Die Epiſtel St. Pauli an die Galater.
1 wenden * laſſet von dem, der euch berufen
Das 1. Capitel. cel in die Ge hel, auf an onde
Lon der Galater Unbeſtändigteit, und Pauli Evangelium; 4658.
Apoſtelamt. 7. So doch kein anderes iſt; ohne daß te
Paulus, ein Apoſtel (uicht von Menſchen, liche find, die euch * verwirren, und wollen
auch nicht durch Menſchen, ſondern durch das Evangelium Chriſti verkehren.
Jeſum Chriſtum, und Gott den Vater, der Ap. Geſch. 5, 1.24.
ihn * auferwecket hat von den Todten;) | 8. Aber fo auch wir, oder ein Engel vom
Ap. Geſch. 3.15. Himmel euch würde Evangelium predigen,
2. Und alle Brüder, die bei mir find, den anders, denn das wir euch geprediget haben,
Gemeinen in Galatien. | * der ſei verflucht. 1 Cor. 10.22.
3. » Gnade ſei mit euch, und Friede von 9. Wie wir jetzt gejagt haben, fo ſagen
Gott, dem Vater, und unſerm Herrn Jeſu wir auch abermal: So Jemand euch Evan
Chriſto, „Röm. .. gelium prediget, anders, denn das ihr
1 Cor. I. 3. Eph. 1,2. J Petr. I. 2. 2 Joh. empfangen habt, der ſei verflucht.
Der ſich »ſelbſt für unſere Sünden ge- 10. Predige ich denn jetzt“ Menſchen,
geben hat, daß er uns errettete von dieſer oder Gott zum Dienſt? Oder gedenke ich
ſenwärtigen + argen Welt, nach dem Menſchen gefällig zu ‚fein? Wenn ich den
Mer Gottes und unſers Vaters, Menſchen noch gefällig wäre, jo wäre ich
0.2, 20. 1 Tim. 2. l. Tit. 2.14. P 1 Joh. 5. 19. Chriſti Knecht nicht. 1 Theft.
5. Welchem ſei Ehre von Ewig'eit zu 11. Ich * thue euch aber kund, liebe Brü⸗
igkeit! Amen. *2 Tim 4. 8. der, daß das Evangelium, das von mir ge⸗
ich wundert, daß ihr euch jo bald ab- prediget iſt, nicht menſchlich iſt. 160. 5,18
193